Pressebericht


22 Jahre lang wurde in Deutschland der Adelbert-von-Chamisso-Preis durch die Robert-Bosch-Stiftung verliehen, welche ihn im Jahre 2017 einstellte. In der Presse stieß diese Entscheidung nicht immer auf Wohlwollen. Für Katharina Borchardt (SWR2, „Am Morgen“, 24. Mai 2019) bleibt es immer noch unverständlich und auch die früheren Preisträger Ilija Trojanow und José FA. Oliver sehen darin ein „negativ verwirrendes Signal“ (FAZ, „Ade, Chamisso-Preis?“, 21. September 2016). 

Zwei Jahre später findet die Wiederbelebung des Preises Unterstützung in der Presse. Nicht nur die Meldung der dpa wird in zahlreiche Magazinen wie der Süddeutschen Zeitung, dem Börsenblatt für den deutschen Buchhandel oder der Welt geteilt, es erscheinen auch eingehende Artikel über den neuen Chamisso-Preis/Hellerau. So zum Beispiel von Tomas Gärtner in seinem Beitrag für die Dresdner Neueste Nachrichten, in welchem er den Preis als ein Zeichen für Dresdner Kultur sieht, welcher „Weltoffenheit […] zugleich lokal“ verortet (DNN, Kultur, „Wiederkehr“, 1. April 2019, S. 10). Auch Karin Grossmann geht in ihrem Artikel im Feuilleton der Sächsischen  Zeitung auf die Verbindung zur Tradition ein und schreibt: „Das Thema Heimat und Heimatlosigkeit bleibt auch dem wiederbelebten Preis eingeschrieben – in der Zeit der Völkerwanderungen erst recht“ (Sächsische Zeitung, „Sprachoffen und weltgewandt“, 6./7. April 2019, S. 10). Der Deutschlandfunk sendet neben einer Meldung in den Kulturnachrichten anlässlich des bevorstehenden Ereignisses auch ein Interview mit Jurymitglied und Literaturkritikerin Maike Albath (Deutschlandfunk, Literaturmagazin „Lesart“, 03. April 2019). 

Auch nach der erfolgreichen Verleihung des ersten Chamisso-Preises/Hellerau an Maria Cecilia Barbetta am 24. Mai 2019 wird deutschlandweit darüber berichtet. So nehmen unter anderem der WDR, die Welt und der Stern die Meldung in ihre Berichterstattung auf. Im SWR geht Katharina Borchardt auf die Bedeutsamkeit der Verleihung ein – frei nach dem Motto „Gut für Dresden, aber auch gut für das ganze Land“ – und lässt dabei auch den Sekretär des Preises Prof. Walter Schmitz von der TU Dresden zu Wort kommen (SWR2, „Am Morgen“, 24. Mai 2019). Der MDR berichtet im Vorfeld über den Chamisso-Preis/Hellerau im Kulturmagazin des Sachsenradios „Aufgefallen“ (Maria Cecilia Barbetta im Interview mit Michael Ernst, 20. Mai 2019), verfolgt die Preisverleihung außerdem vor Ort und sendet einige Eindrücke in den Regionalnachrichten „Sachsenspiegel“ (Sendung vom 24. Mai 2019). Ein weiterer Artikel von Tomas Gärtner für die Dresdner Neusten Nachrichten fängt die Stimmen zur Preisverleihung und vor allem die der Autorin detailgetreu ein. Für diese sei nämlich „[d]ie Oberfläche des zuerst Sichtbaren zu durchdringen“ das Entscheidende in ihren Werken, wobei laut Jurymitglied und Literaturkritikerin Meike Feßmann „Privates und Politisches […] eng miteinander verwoben“ sind (DNN, Kultur, „Spirituell belebter Realismus“, 27. Mai 2019, S. 12).